Kontakt:

Mobil: 0176/22000317

Festnetz: 09283/4790795

E-Mail: info@hvtp-rehau.de

Bitte beachten Sie die AGB's

Hunde Verhaltens Therapie Praxis Rehau

Training mit Herz & Verstand

Zu diesen Zeiten bin ich für Sie da:

MO - FR 15:30 - 19:00 Uhr

SA 09:00 - 12:00 Uhr / 14:00 - 18:00 Uhr

Und nach Vereinbarung

  • Bianca

Wie Hunde lernen - Teil 1: Positive und Negative Verstärkung

Hunde lernen aus den Konsequenzen Ihres Verhaltens. Und je nachdem, welche Konsequenz das Verhalten hat, zeigen sie ein Verhalten häufiger/immer (gern) oder seltener/nie (ungern). In diesem Teil sehen wir uns die beiden Lernprinzipien der Positiven Verstärkung und der Negativen Verstärkung an.


Positiv verstärken = Etwas Angenehmes kommt hinzu und

Negativ verstärken = Etwas Unangenehmes wird weggenommen. 


Zuerst ein Beispiel für die negative Verstärkung (nicht das gleiche wie "positive Strafe", setzt diese aber voraus):


Ich möchte meinem Hund z.B. ein "Sitz" beibringen. Um ihm deutlich zu machen, was ich von ihm möchte, drücke ich ihm einfach, während ich "Sitz" sage, den Po nach unten, bis dieser am Boden ist. Dann erst nehme ich meine Hand weg.


Zerlegen wir das mal. "...drücke ich ... seinen Po nach unten...". Das ist der Teil mit der positiven Strafe - Ich füge etwas Unangenehmes hinzu. "Dann ... nehme ich meine Hand weg.". Das ist der Teil der negativen Verstärkung - etwas Unangenehmes wird weggenommen.


Beteiligte Emotion: 'Erleichterung'


Das Problem der negativen Verstärkung wird an diesem Beispiel auch sehr schön deutlich. Ich muss erst etwas Unangenehmes hinzufügen = positive Strafe, bevor ich das Unangenehme wieder wegnehmen kann = negative Verstärkung. Daher gehört diese Art des Trainings nicht zu meinem festen Repertoire. Denn: STRAFE SCHAFFT KEIN VERTRAUEN


Dann ein Beispiel für positive Verstärkung:


Bleiben wir ruhig mal bei dem Beispiel mit dem "Sitz". Jetzt wird es aber nicht als Kommando ("Tu es, sonst...") aufgebaut, sondern als Signal ("Wenn Du das machst, bekommst Du/darfst Du ...). Ich warte dafür, bis mein Hund sich sowieso setzen möchte. Kurz bevor der Po den Boden erreicht, sage ich mein "Sitz" und wenn der Po ein Millisekunde danach dann tatsächlich den Boden berührt, sage ich im selben Moment ein Markerwort (z.B. "Top"). Ein Markerwort hat gegenüber einem Lob den gleiche Vorteil wie ein Präzisionslaser gegenüber einem Skalpell. Es erlaubt uns, erwünschtes Verhalten sehr viel präziser einzufangen und beschleunigt das Training ungemein.


Auf jedes Markerwort folgt eine Belohnung und zwar wirklich immer. Das kann etwas zum Fressen sein, darf aber gerne auch ein Spiel, eine Berührung oder ein verbales Lob sein. Je nachdem, was dem Hund in diesem Moment sehr gut gefällt.


Beteiligte Emotion: 'Freude'


Ein wichtiges Merkmal von 'Freude' ist übrigens Schnelligkeit. Das heißt, positiv aufgebaute Signale zeichnen sich häufig auch durch Schnelligkeit aus. Klingt toll, oder? Ein Hund der ein Signal freudig & schnell umsetzt. Genau so gefällt es mir auch.